lieben lernen

Ich bin zweifache Mutter. Ein Sohn der 2003 geboren ist und eine Tochter die ich 2006 zur Welt brachte. Eigentlich hatte ich mich in der ersten Schwangerschaft schon gefreut und doch gehofft ich bekomme eine Tochter. Als ich erfuhr ich bekomme einen Sohn, brach in mir eine Welt zusammen. Ich wußte nicht genau warum. Doch ich hatte mir so sehr ein Mädchen gewünscht. Ich brach oft zusammen und war im Krankenhaus. Mein Sohn entband ich mit Vollnarkose und von Anfang an fehlte mir die Bindung zwischen ihm und mir. Ich konnte nichts mit diesem kleinen Wesen anfangen. Ich war so machtlos gegenüber meinen eigenen Gefühlen und meinen Zweifeln an mir selbst. Ich war sehr depressiv und litt darunter, dass ich sowenig fühlte. Und doch wünschte ich mir ihn so lieben zu können wie ich es als Mutter tun sollte.

Mein Mann versorgte unseren gemeinsamen Sohn wie es ging. Doch seine Schichtarbeit nahm ihn immer mehr ein und ich litt sehr darunter. Es gab kaum Wochenenden in denen er mich mal hätte entlasten können, denn wir hatten ein nicht ganz leichtes Kind. Ich war so unsicher mit meinem Sohn und das fühlte er. Ich konnte ihm nicht die Mutter sein, die ich hätte sein solln. Ich holte mir Hilfe beim Jugendamt, weil ich immer mehr die Nerven verlohr. Irgendwann schlug ich auch zu. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Ich wollte Hilfe und bekam eine Familienbetreuung die 2mal in der Woche kam.

Wir haben zwei Jahre zusammen gearbeitet und viel erreicht. Ich lernte Grenzen setzen und versuchte soweit ich konnte die Dinge umzusetzen. Doch war ich auch sehr mit mir beschäftigt, denn meine Vergangenheit holte mich immer wieder ein. Mein Mann war kaum noch für mich oder meinen Sohn da. Er vergrub sich in seiner Arbeit. Ich war voll überfordert. Mein Sohn schrie oft bis zum erbrechen und ich stand dem allen so hilflos gegenüber.

Ich hätte sogern mal eine Pause nehmen wollen. Als ich erfuhr das ich nochmal schwanger sei, brach meine Welt zusammen. Denn das war nicht geplant, denn eigentlich wollte ich lernen mit meinem ersten Kind zurecht zu kommen und nicht noch ein Kind, wo ich doch nicht mal ein schaffte. Wie sollte ich das nur schaffen.

Ich dachte an Abtreibung und war hin und hergerissen. Mein Mann sagte damals das alles sich ändern wird. Er würde sich mehr um die Kinder kümmern und mir helfen. Ich glaubte ihm und dann freute ich mich auf unsere Tochter. Als ich erfuhr das es ein Mädchen sei, war ich überglücklich den ich spürte ich komme mit ihr sicher besser zurecht.

Ja so war es dann auch. Mein sohn suchte den Waagen aus den Namen und alles was sonst noch gebraucht wurde.

 

Meine  beste Freundin war bei der Geburt dabei. Sie war mir sehr wichtig und ich danke ihr für jeden Dienst ag da sie auf meine Tochter aufpaste und ich mit meinem Sohn etwas allein machen konnte. Ich kann nicht iN Worten fassen wie sehr ich meiner Freundin dankbar bin, das ich sie immer anrufen konnte und sie bedingungslos für mich da war. Sie hat mir immer wieder etwas Kraft und neue Zuversticht gegeben. Hätte es sie nicht gegeben, hätte ich nicht so lange durchhalten können.

sie wollte mir soviel vermitteln doch ich habe so in meiner Ehe gelitten , das ich kaum noch Kraft hatte.

 

Ich habe ihr mich anvertraut und sie war immer da. Als sie anfing mit mir und einer Glaubensschwester wieder Bibel zu lesen, hatte ich wieder Vertrauen. Ich habe jedoch alles kaputt gemacht durch eine riesige Dummheit und damit auch meine Freundin verlohren.

 

Am 7.8.2008 brauchte ich meine beiden Kinder in  ein Heim. Keiner kann sich vorstellen, wenn man diese Entscheidung treffen muss. Es ist sicher keine leichte. Heute weiß ich es war die schwerste meines Lebens.

Ich hatte bis dahin eine Gemeinde die ich wie mein Zuhause sah. Ich war in einem geistigen Kampf ich wollte meinen Mann so lieben wie es Gott gebot und konnte es nicht weil er mir und meinem Sohn so oft weh tat.

Ich war neidisch wenn ich in der Gemeinde sah wie die Mütter ihre  Kinder liebten ich war aber innerlich so kaputt das es mir einfach nur zuviel war , denn keiner wußte was hinter unserer Tür sich abspielte.

Immer nur sollte ich eine bessere Frau sein. Was fühlt man wenn der eigene sohn jeden Abend sagt mama such einen neuen Papa. dann sagte ich wir sind EINE Familie und dein Papa ist dein Papa.

14 Tage nach dem ich die Kinder inS Heim brachte, man erwähne ich musste die Kinder ohne meinen Mann ins Heim bringen. Er verkroch sich auch an diesem Tag in seiner Arbeit. Später sagte er mir, er wollte arbeiten. Keiner weiß wie schwer das als Ehefrau zu tragen ist.

Nachdem ich versucht habe mein Leben aus lauter Verzweiflung zu beenden, kam ich ins Krankenhaus. Dann kam noch etwas anderes was mir den Boden unter den Füßen wegriss aber ich will diese Personen nicht schlecht machen, weil ich selber Schuld war. Manchmal ist Schweigen besser als jemanden sich anzuvertrauen und auf Hilfe zu hoffen.

Ich war froh das ich endlich einen Platz in der Schlemmerklinik bekam denn ich hatte keinen Lebensgeist mehr. In der Therapie habe ich das erstemal um meine Kinder geweint und verstanden was sie brauchten. Ich habe viele Kämpfe gehabt.

Ich war 3 Monate in einer Traumatherapie hätte mir sehr geholfen, wenn mir mal jemand geschrieben hätte nur ein paar Grüße. Eine missverstandene SMS an meine Freundin brachte bis heute einen Bruch in unsere Freundschaft. Leider beantwortet sie mir keine Nachricht aber eigentlich weiß ich, sie  würde mir nie etwas böses wollen.

 

Auf diesem Wege möchte ich dir liebe CLAUDIA sagen das ich dir unsagbar dankbar bin, das du dich so sehr um mich bemüht hast. Bitte verzeih mir, das ich unsere Freundschaft gebrochen habe.

Auch im Namen meiner Kinder Justin und Tessa sage ich DANKE für alles.

Mein Sohn hat im Jahr 2008 endlich die Nähe zu mir gesucht. Ich habe gelernt meinen Sohn zu lieben. Ich habe jetzt eine super Beziehung mit ihm.

 

Ich habe mich von meinem Mann scheiden lassen. Ich weiß das das sicher nicht jedem gefallen wird, aber er hat mich nicht  so behandelt wie eine Frau behandelt werden sollte. Ich wünschte ich hätte dies verhindern können, aber Veränderung sollten beide wollen.

 

Meine Grenzen sollte keiner mehr überschreiten. So wollte ich nicht mehr leben.

 

Ich mache seit über einem Jahr eine Familientherapie und meine Kinder habe ich oft zum Ausflug und bald auch über Nacht, oder am Wochenende da.

 

Ich schreibe meinen KINDERN regelmäßig Briefe damit sie wissen wer ihre Mutter war und was sie dachte und fühlte. Sie sollen eine Erklärung von mir erhalten , wenn sie älter sind.

 

Diese Seite widme ich meinen Kindern

 

JUSTIN

und

TESSA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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